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Salzige Geschichte

Entstehung unserer Natursalzlagerstätten

By 28. April 2020No Comments

Wie entstanden eigentlich unsere heutigen Natursalzlagerstätten unter der Erde?

Ursprünglich war unsere gesamte Erde mit salzhaltigem Wasser bedeckt. Daraus stammt alles Leben.

Vor etwa 250 Millionen Jahren sammelten sich infolge tektonischer Verschiebungen Teile des Urmeeres in riesigen Kesseln. Diese wurden durch Erderhebungen eingegrenzt.

Dadurch wurden vom Ozean seichtere Meeresbecken abgetrennt, in die kein Wasser mehr zulaufen konnte.

Durch Sonneneinstrahlung verdunstete das Meerwasser in den Becken wie in einer großen Siedepfanne. Die im Wasser gelösten Stoffe, insbesondere die Salze und Mineralien, setzten sich am Grund der Becken ab.

Im Laufe der Zeit wurden diese Salzlagerstätten durch Staubwinde und Erdbewegungen mit verschiedenen Gesteinsschichten mehrere Hundert Meter hoch überlagert. Die Erdmassen über diesen Schichten übten massiven Druck aus und pressten die Schichten derart zusammen, dass aus der Salzschicht ein fester Salzstein wurde. Die so entstandenen Natursalzvorkommen reichen zum Teil kilometertief unter die Erdoberfläche. Sie werden als Salzkissen, Salzstöcke oder Salzdome bezeichnet.

 

Meeressalzgehalt (Salinität)

Wie hoch ist eigentlich der Salzgehalt unserer Meere? Gemessen wird er in Prozent. Der Salzgehalt wird auch Salinität bezeichnet. Er ist in den Meeren unterschiedlich hoch:

 

Ostsee                        1,2 %              12 g pro Liter

Nordsee                      3,5 %              35 g pro Liter

Mittelmeer                   3,8 %              38 g pro Liter

Totes Meer                 29 %             290 g pro Liter

 

In der Ostsee finden wir also 12 g in jedem Liter Wasser. Im Toten Meer sind das schon unvorstellbare 290 g je Liter!!! Dabei handelt es sich um den höchsten Gehalt, den ein Liter Wasser aufnehmen kann.